Meine Zeit als Assistentin

Barbaras Tagebuch

Ich hab Urlaub und endlich mehr Zeit meine letzten Monate intensiv zu reflektieren.

Es war eine spannende, emotionale, aber auch teilweise anstrengende Zeit für mich.

Kaum habe ich meine eigene Ausbildung zum Dipl. Mentaltrainerin, mit einem doch sehr emotionalen Abschluss, absolviert, hat mich mein Alltag recht rasch wieder aus meinem emotionalen Gemütszustand herausgeholt.

Ich hatte zwar jetzt den Grundstein für ein achtsameres Leben mit vielen neuen Zielen und einem gestärkten Selbstbewusstsein, aber allein das reichte nicht immer aus, um auch in manch anstrengenden Phasen des Alltags gute Gefühle und eine Lösung für neue Herausforderungen zu finden und immer positiv zu sehen.

In dieser Phase der Umstellung, mit einem Bein gefühlsmäßig noch mitten in meiner eigenen Ausbildung bei meinen Teilnehmern, begann nun meine Zeit als Assistentin mit neuen Menschen, in einer neuen Umgebung und in einer spürbar anderen Rolle.

Ehrlich gesagt war ich anfangs etwas nervös und viele Gedanken hielten mich kurz vor dem Start vom entspannten Einschlafen ab.

Dann war es soweit – oft in meinem Kopf herumgegeistert, war nun der Tag gekommen.

Die erste Hürde für mich war, den Ort in der „großen Stadt“ entspannt und sicher zu erreichen. Ich muss dazu sagen, ich bin bis zu diesem Zeitpunkt sehr ungern alleine mit dem Auto nach Wien gefahren. Also erste Prüfung für mich „Heraus aus der Komfortzone – neue Herausforderung als Chance sehen.“

Erste Herausforderung überstanden, stand ich nun als Assistentin bereit und wollte alles perfekt machen.

Gut, bei so lieben und wertschätzenden Menschen, die ich in meiner neuen Gruppe begrüßen durfte, war der erste Bann nach kurzer Zeit gebrochen.

Einerseits war ich anfangs sehr angespannt und konzertiert, nichts zu vergessen und Heinz so gut es ging zu unterstützen, andererseits kamen im ersten Modul Gefühle zum Vorschein, die mich etwas ablenkten.
Während ich die neue Gruppe beobachtete, selber zuhörte um mein erlerntes Wissen aufzufrischen und versuchte keinen meiner „Einsätze“ zu verpassen, lenkten mich meine Gedanken wie „vor kurzen saß ich noch selber mit meinen Leuten da, machte ähnliche Erfahrungen oder wo gehöre ich jetzt dazu?“ etwas ab.

Als Trainer habe ich mich noch nicht ganz angekommen gefühlt und zur Gruppe gehörte ich aber auch nicht.

Die Pausen im ersten Modul waren für mich eine neue Erfahrung- früher tauschte ich mich mit meinen Leuten aus oder machte eben für mich Pause. Jetzt gingen mir in dieser Zeit Gedanken durch den Kopf wie – „Was soll ich jetzt tun, lass die Gruppe ankommen und gib aber auch dem Trainer den Freiraum sich zu sammeln und emotional auf den nächsten Teil vorzubereiten!„ Ich wollte mich nicht aufdrängen und die ersten Pausen dauerten mir gefühlsmäßige sehr lange.

Den Kopf voller neuer Eindrücke und Erfahrungen fuhr ich am ersten Tag nachhause und war müde aber auch erleichtert.

Mit den weiteren Modulen kam endlich eine innere Sicherheit, Gelassenheit und vor allem eine große Freude, die Teilnehmer wiederzusehen.

Die Routine kehrte ein – ich wusste nun, was ich als Assistentin zu tun hatte und ich fühlte mich angekommen und sicher. Ich machte meine Aufgabe sehr gerne – auch wenn ich mich danach müde fühlte und diese Müdigkeit in der darauffolgenden Woche in meinem eigenen Job spürbar war.

Es war eine enorme Umstellung, keine Erholung am Wochenende, von früh bis Abend unterwegs zu sein und ab Montag „frisch“ wieder in eine neue Woche zu starten.

Dazu kam noch, dass ich das Fotoprotokoll möglichste rasch für die Teilnehmer fertig stellen wollte und mein innerer Antreiber nicht lockerließ, es so gut wie nur möglich zu machen, da es ja eine kostbare und bleibende Erinnerung sein sollte. Neben meinem 40 Stunden Job und meiner Familie eine weitere sehr zeitaufwendige Tätigkeit, die mir aber nichtsdestotrotz Spaß machte.

So vergingen die Module und mit jedem Wochenende wuchs die neu erworbene Sicherheit und die Vorfreude auf zwei interessante Tage und das Wiedersehen mit Menschen, die mir in dieser Zeit sehr ans Herz gewachsen sind.

Es kam eine neue Erkenntnis dazu – nämlich diese Tage als Chance für mich zu sehen, auch an meinen eigenen Werten und Zielen weiterarbeiten zu können. Denn in den letzten Modulen, in denen die Teilnehmer schon sehr selbstständig und intensiv an ihren Gruppenarbeiten saßen , stand auch mir mehr Zeit zur Verfügung, die nächsten Schritte meiner eigenen Ziele zu überlegen oder sogar neue Ziele zu erarbeiten.

Es war für mich eine gute Möglichkeit, mein Wissen zu vertiefen und meine Motivation groß, meinen Ist Zustand zu durchleuchten und gegebenenfalls zu verbessern.

Ich genoss auch die vielen interessanten und intensiven Gespräche mit Heinz und fühlte mich in meiner neuen Rolle immer wohler und selbstsicherer.

Den Abschluss, mit großartigen, wenn auch teilweise sehr intensiven und ans Herz gehenden Präsentationen, war für mich eine Erfahrung, die ich sicher nie vergessen werde.

In meiner eigenen Ausbildung war ich so mit meinen eigenen Gefühlen und meiner Aufregung beschäftigt, dass ich den anderen Präsentationen nicht so intensiv folgen konnte, wie erhofft.

Das war diesmal anders – ich war mit all meinen Sinnen bei jedem einzelnen Teilnehmer und versuchte alles in meiner Macht stehende zu tun, um für sie in diesem Moment da sein zu können und sie zu unterstützen.

Mein Antreiber, der sich Tage vorher etwas wichtig gemacht hat „mach deine Aufgabe gut und gib dein Bestes beim Feedback geben„ war an diesem Tag nicht mehr wichtig- denn ich war mit meinem ganzen Herzen bei jedem einzelnen Teilnehmer und das Feedback kam aus mir heraus, ohne vorher großartig nach Worten suchen zu müssen.

Nun weiß ich aus eigener Erfahrung, dass jede Gruppe einmalig ist.

Ich bin dankbar für diese wertvollen Erfahrungen, die wertschätzenden tollen Menschen, die ich näher kennenlernen durfte und für eine wunderschöne und harmonische Zusammenarbeit mit Heinz.
Ich kann diese Erfahrung wirklich weiterempfehlen, denn wo gibt es eine bessere Möglichkeit, sein neugewonnenes Wissen vertiefen und erweitern zu können, als bei einem weiteren Lehrgang.

Einige Tools und theoretisches Grundwissen konnte ich erst jetzt beim zweiten Durchgang wirklich verinnerlichen – auch viele neue Ansätze erfahren, denn jede Gruppe ist anders und bringt andere Fragen und Grunderfahrungen mit.

Ich freue mich darauf, als Assistentin auch weiterhin tageweise einspringen zu können, um diese für mich wertvolle Ausbildung immer wieder aufzufrischen und um meine Erfahrungen zu erweitern.

Schön, weiterhin ein Teil der Mentalakademie Europa sein zu können.

Ich verbleibe mit lieben Grüßen

Barbara

 


Kommentare ( 4 )
  1. Marianne Neuhauser

    Liebe Barbara, ich freue mich immer wieder über deine so lebendigen Berichte. Dabei bin ich direkt ein bißchen neidisch, weil ich diesen Schritt selbst noch nicht machen konnte. Aber bei mir ist es auch nur eine Frage der Zeit. Jetzt hast du es mir wieder richtig schmackhaft gemacht, die Assistenz zu absolvieren. Alles Liebe und danke für deine tollen Blogbeiträge.
    Marianne

  2. Dani Riedl

    Liebe Barbara!
    So wie es ist, dich in der Arbeit mit deinen Kindern zu sehen, so gern lese ich auch deine Beiträge, aus denen deine Begeisterung nur so heraussprudelt….
    Du warst bestimmt eine Bereicherung für alle – egal ob eigene als auch jetzt betreute Gruppe…
    Ich wünsche dir auch weiterhin so viel Lebensfreude!
    Alles Liebe
    Dani

  3. Barbara Leitner

    Danke liebe Dani❤️

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