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Mein Weg zu mehr Vertrauen

Barbaras Tagebuch

Den ersten Tag des zweiten Moduls verließ ich sehr nachdenklich. Mir ist einiges aus meiner Vergangenheit bewusstgeworden und ich habe das Gefühl, meine jahrelang aufgebaute Schutzmauer reißt etwas ein.

Im Laufe meines Lebens bzw. meiner Erfahrungen bin ich zwar in vieler Hinsicht durch die Herausforderungen gestärkt worden und wäre ansonsten nicht der Mensch, der ich heute bin -doch was mir schmerzlich bewusst wurde ist die Tatsache, dass ich aus Selbstschutz und meinen nicht erfüllten Erwartungen an Menschen meines Umfeldes und der Tatsache, dass ich als Antreiber immer zu hören bekam: „Du bist die Älteste bei deinen Geschwistern und deswegen sei auch die Vernünftigere!“ größtenteils zum Einzelkämpfer wurde.

In Krisensituationen ziehe ich mich zurück und suche selbst nach einer Lösung. Wenn ich emotional aufgewühlt bin und nicht genau weiß, welcher Grund dahintersteckt, möchte ich es möglichst rasch herausfinden, damit ich es verstehen und verarbeiten kann. Vielleicht sehe ich das jetzt zu selbstkritisch und mein Umfeld empfindet das anders. Doch meist behalte ich meine Emotionen für mich.

Doch jetzt, während der Ausbildung in dieser Gruppe, mache ich wertvolle Erfahrungen mit ehrlichen, offenen und hilfsbereiten Menschen und erlebe, wie schön es ist – intensiv von anderen wahrgenommen und wertgeschätzt zu werden und miteinander an einem Ziel zu arbeiten.

Diese Ehrlichkeit, Offenheit und diese Herzenswärme empfinde ich als sehr stark.
Ich gebe gerne und versuche andere zu unterstützen. Doch beim Nehmen bin ich sehr zurückhaltend geworden.

Scheinbar wurde ein Gefühl in meinem Unterbewusstsein an die Oberfläche getragen, das ich lange Zeit verdrängt habe und mir durch mein Handeln, meine regelmäßigen Selbstreflexionen, mit dem Ziel mich abzugrenzen, zu stärken und meinen eigenen Weg zu gehen, verdrängt und von mir weg geschoben.
Diese Erkenntnis ist sehr interessant, aber macht mich auch nachdenklich und empfindsamer.

Abgesehen von meinen aufgetauchten Emotionen war die Erkenntnis, warum es neben Optimisten und Pessimisten auch Realisten und Übertreiber gibt und wie es mit ihren Zielen und Selbstwertgefühl steht, sehr bereichernd -das gibt mir den, für mich nötigen Abstand und lässt mich die Kommunikation mit Menschen anderes wahrnehmen und verstehen.

 


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